Wahlprogramm

Bei Wahlen sollte es um Inhalte gehen! Hier findest du die Ziele, für die wir uns für dich im Studierendenparlament einsetzen wollen:

  • Wahl des 54. Studierndenparlaments

     

    Mehr Fachschaft, weniger AStA!

    In der vergangenen Legislaturperiode haben die den AStA tragenden Listen viele Referate abgeschafft und stattdessen Projektstellen eingeführt, auf die sich jeder Student bewerben kann. Damit wurde auf organisatorischer Ebene eine Forderung des RCDS umgesetzt, der sich schon lange für die Verschlankung des AStAs (mit zuletzt 23 Referaten) einsetzt.

    Dennoch können uns die nun durchgeführten Änderungen nicht zufrieden stellen. Unserer Meinung nach ist es für ein von der Allgemeinheit der Studenten finanziertes Organ wie den AStA essentiell, auf besondere Haushaltsdisziplin zu achten und –wo möglich- Kosten einzusparen, um den Semesterbeitrag so gering wie möglich zu halten. Umso erstaunlicher ist es, dass für die Projektstellen ein Etat von 100.000 € zur Verfügung steht. Bei den zur Zeit auf der AStA-Homepage angeführten 15 besetzten Projektstellen würde dies ein Budget von annähernd 7000 € pro Stelle ergeben.

    Unserer Meinung ist dieser Betrag völlig unangemessen, nämlich viel zu hoch. Er beweist, dass die von den regierenden Gruppen gerne angeführte „Vertretung studentischer Interessen“ aufhört, wenn es darum geht, einmal eingetriebenes Geld wieder den Beitragszahlern, sprich: den Studenten, wieder zu Gute kommen zu lassen. Dabei wäre eine Rückzahlung noch nicht einmal zwingend, es würde reichen, würde der aktuelle AStA sich wieder bewusst werden, dass er für alle Studenten greifbare Verbesserungen bringen sollte und eben dies auch konsequent umsetzen. Projektstellen mit Titeln wie „Energie“ oder „Arbeitsstress“ versprechen jedenfalls nicht, konkrete, für den Einzelnen greif- und nutzbare Ergebnisse hervorzubringen. Deshalb fordern wir, dass der konsequente Umbau des AStAs weitergehen muss und nicht bei kosmetischen Änderungen an der Struktur Halt machen darf.

    Wir fordern, dass finanzielle Mittel entweder wieder sinnbringend eingesetzt oder eben den Studenten zurückgezahlt werden sollten.

    Als sinnvolle Verwendung sehen wir eine stärkere Unterstützung der Fachschaften. Ungleich dem jetzigen AStA arbeiten diese wirklich an pressierenden Problemen und sind für die Studenten feste Anlaufstellen, an denen sie praktische Beratung und einen vorbildlichen Service bekommen. Diese Arbeit geschieht im Gegensatz zu der des AStA komplett unentgeltlich und ideologiefrei, was zur Folge hat, dass sich bei den Fachschaften die Mehrheit der Studenten gut aufgehoben fühlen kann. Um dies zu fördern setzt sich der RCDS für eine stärkere Verteilung der Mittel vom AStA hin zu den Fachschaften ein, damit die Studenten von ihren geleisteten Beiträgen auch tatsächlich etwas haben.

     

    Internationaler Weitblick in deiner Studienzeit!

    Heutzutage ist eine internationale Ausrichtung der Universitäten unverzichtbar. Fremdsprachige Vorlesungen und Sprachkurse, Seminare, und Simulationen Planspiele, Auslandspraktika und  Auslandserfahrungen während der Studienzeit bereichern - sowohl den Lebenslauf als auch die eigene Persönlichkeit.

    Wir setzen uns für den Erhalt und besonders die Ausweitung von Austauschprogrammen ein, sodass die Studierenden der WWU auch an besonders renommierten Hochschulen ihren intellektuellen und kulturellen Horizont erweitern können. Im Fokus steht dabei insbesondere der Ausbau des Partneruninetzes im englischsprachigen Ausland. Für die Gewährleistungen sollen die Beratungsangebote, der gesamte Organisationsprozess  und die finanzielle Organisation transparenter und unkomplizierter ausgestaltet sein. Gleichsam sollen Projekte, die die internationale Vernetzung von Münsteraner Studierenden fördern, gezielt unterstützt werden. 

     

     

    100% für das Semesterticket

    Der RCDS ist entgegen jeder Stimmungsmache der Jusos für das Semesterticket. Eine Prüfung, ob auch eine Ausweitung auf alle IC- Züge möglich ist, sollte durchgeführt werden.

     

     

    Der AStA als pragmatische und nicht ideologische Einrichtung!

    Laut der Homepage des amtierenden AStAs handelt es sich bei selbigem, um die „Vertretung der Studierenden der Universität Münster“. Der aktuelle AStA weist auf derselben Homepage daraufhin, dass er versucht, den Studierenden „im Einzelfall direkt zu helfen und sich gleichzeitig politisch für bessere Studienbedingungen zu engagieren“.

    Wir als RCDS halten es für richtig und notwendig, den AStA als Anlaufstelle für Studenten zu verstehen, die aufgrund äußerer Einflüsse oder persönlicher Probleme Hilfe in ihrem studentischen Alltag benötigen. Darüber hinaus sollte sich der AStA nach unserem Verständnis aktiv um die Weiterentwicklung und Förderung der studentischen Lebensumstände kümmern. 

    Der amtierende AStA beschäftigt sich jedoch während eines Großteils seiner Zeit mit ideologisch geleitetem Handeln. Er veranstaltet Diskussionsrunden und Vorlesungen zu bildungstheoretischen Themen, an denen in der Regel nicht mehr als ein paar wenige Studenten teilnehmen, anstatt sich um die drängenden praktischen Probleme der Studenten zu kümmern. Gerade angesichts der steigenden Anzahl von Studenten an unserer Universität fordert der RCDS eine Schärfung des Serviceprofils des AStAs und weniger ideologisches Handeln, das dem Studenten in seinem Alltag nicht weiterhilft.

    Der doppelte Abiturjahrgang stellt die Universitäten vor große Herausforderungen. Der AStA sollte dazu beitragen, diese Herausforderungen durch pragmatisches Handeln (Schaffung einer Fahrradbörse, einer Wohnungsbörse, Durchführung von Informationsveranstaltungen etc.) zu bewältigen und sich darauf besinnen, dass er für in erster Linie für die Studenten tätig sein soll und keine allgemeinpolitische Institution ist. Mehr Pragmatismus und weniger Ideologie!

     

     

    Wohnungsnot entgegentreten!

    Durch den Wegfall der Wehrpflicht sowie die doppelten Abiturjahrgänge sieht sich die Stadt Münster mit einem nie zuvor dagewesenem Andrang an Erstsemestern konfrontiert.

    Eine Besserung ist keinesfalls in Sicht, schließlich entlässt Nordrhein-Westfalen erst kommendes Jahr seinen Doppelabiturjahrgang.

    Diese neue Situation schlägt sich in gravierender Weise auf das Wohnungskontingent Münsters nieder. Auch mehrere Wochen nach Semesterbeginn haben etliche Studenten noch keine Wohnung gefunden, Wohnheime und WG's sind komplett überlaufen.

    Als letzte Möglichkeit verbleibt vielen meist nur noch das Ausweichen in weit entfernte Randbezirke oder das unbefristete Pendeln.

    Dem RCDS ist es daher ein ganz besonderes Anliegen, dieser Wohnungsnot aktiv entgegen zu wirken. In Zusammenarbeit mit der CDU Münster hat der RCDS deshalb eine Wohnungsbörse ins Leben gerufen. Auf www.cdu-muenster.de können Wohnungssuchende auf eine große Anzahl an bezahlbaren Wohnungsangeboten zurückgreifen. Bereits nach den ersten zehn Tagen wurden fast ein Dutzend Wohnungen vermietet. Darüber hinaus können zimmersuchende Studierende sich auch an das Bürgerbüro des CDU-Kreisverbandes (zimmer@cdu-muenster.de; Tel. 0251/418420) wenden. Leider setzte der AStA seinen politischen Kampf über die Bedürfnisse der Studenten und weigerte sich auf dieses sehr gute Angebot aufmerksam zu machen, weil politische Werbung nicht erwünscht sei. Wir fragen uns, was die Linderung der Wohnungsnot mit politischer Propaganda zu tun hat.

    Wir, der RCDS, setzen uns für eine stetige Aktualisierung und Erweiterung dieser Angebote ein und kümmern uns darum, dass ihr schnell und kostengünstig eine Wohnung in Universitätsnähe bekommt.

     

     

    G8 + Abschaffung des Wehrdienstes – Kein Student sollte auf Treppen sitzen müssen!

    Vergangenes Jahr nahmen bereits über 400.000 Menschen, die 46 Prozent eines Altersjahrgangs ausmachen ein Studium an einer deutschen Uni auf, mehr als je zuvor. Auf Grund der Einführung der achtjährigen Gymnasialzeit in sechs Bundesländern darunter Nordrhein-Westfalen, sowie der Wegfall der Wehrpflicht und des Zivildienstes werden die jetzt schon überfüllten Hörsäle, Seminare und Tutorien an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen! Die Liste der Probleme ist lang: zu wenige Seminarangebote, keine ausreichenden Fahrradstellplätze, Knappheit an bezahlbarem Wohnraum, des Weiteren überfüllte Bibliotheken und Warteschlangen in der Mensa.

    Schon für das Wintersemester 11/12 hatte die Uni Münster mit 5630 fast doppelt so viele Studienanfänger wie im Jahr zuvor. Für den kommenden Studentenansturm sind die Universitäten nicht gerüstet, obwohl die Westfälische Wilhelms-Universität für ihren Ausbau und Schaffung neuer Studienplätze gelobt wurde. Nichtsdestotrotz kamen allein in Psychologie 6335 Bewerbungen auf 120 Studienplätze. Deshalb fordert der RCDS: Die Schaffung neuer Studienplätze und die Einstellung weiterer Professoren und Lehrkräfte zur Verbesserung der Lehrqualität.

    Da nicht alles so kurzfristig umgesetzt werden kann, könnte als erstes Hilfsmittel eine Übertragung der Vorlesungen und Tutorien ins Internet sein natürlich gesichert durch das Virtual-Private-Network (VPN). Auch sei vorstellbar beispielsweise die gezielte Rekrutierung von externen Gastprofessoren oder die Förderung von Stiftungsprofessuren auf Zeit im Bereich von Forschung und Lehre. Durch eine Verbesserung der Raumauslastungen und zudem die Anmietung zusätzlicher Raumkapazitäten kann hier Abhilfe schaffen. Außerdem könnte die Überlassung von Liegenschaften der öffentlichen Hand weiter entlasten.

    Der RCDS setzt sich dafür ein, dass alle Abiturienten studieren können, da dies essentiell für die „Bildungsrepublik“ Deutschland ist.

     

    Für euch aktiv – auch außerhalb der Universität

    Der RCDS engagiert sich auch über die Grenzen des Campus hinaus. Mitglieder des RCDS sind im Stadtrat vertreten. Auch auf Landes- und Bundesebene setzen wir uns für studentische Interessen ein, etwa gegen die Zweitwohnsitzsteuer, bei Landesstipendien und BAföG. Außerdem macht sich der RCDS besonders gegen die GEZ-Gebühren stark. Wir halten diese für unverhältnismäßig hoch und fordern eine Begrenzung auf maximal 5 € monatlich.

     

    Studieren mit Kind – junge Familien stärken

    Die Vereinbarkeit von Studium und Familiengründung ist dem RCDS sehr wichtig. Das bereits sehr gute Betreuungsangebot der WWU Münster gilt es beizubehalten und weiterzuentwickeln. Auch an der Uni ist die Förderung von Familien und Nachwuchs ein Thema der Zukunft.

    UniCard- Eine für alles, alles auf eine.

    Zwar wurde die UniCard mittlerweile eingeführt. Sie bleibt aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Der RCDS fordert, dass zukünftig sowohl die Mensakarte als auch das Semesterticket in der UniCard enthalten sind.